Tierschutzhof am Schellenberg

Refugium für Tiere in Not e.V.

Unsere Katzen

Es ist unmöglich, die Vielzahl an Katzen, die auf unserem Hof leben, einzeln aufzuführen.
Größtenteils stammen sie aus unserer Arbeit im Katzenschutz: Fritz und Hans, Zischele und Sputti, Schnurzel, Pitti, Frettchen und Zobel, Söckchen, Strümpfchen, Spezemann und wie sie alle heißen, schwarze und weiße, gescheckte und gestreifte, rote und gestromte, junge und alte und uralte - allesamt liebenswerte Wesen, die entweder sehr scheu oder behindert, verhaltensgestört, krank oder einfach nur alt sind.

Eine Hochbegabung gibt es unter unseren Katzen – natürlich ein Mädchen: Ulli. Und diese Geschichte muss etwas ausführlicher erzählt werden.

Ulli war eine halb-wilde Katze, als sie vor ca. 12 Jahren im Zuge einer Kastrationsaktion von uns eingefangen wurde. Wir schätzten ihr Alter zu der Zeit auf zwei bis drei Jahre. Von der Fellfärbung her war sie auffallend hübsch – silbergrau mit markanten schwarzen Streifen. Aber sie hatte ein deutlich erkennbares Handicap, beim Laufen sackte sie im Hüftbereich immer zusammen. Nach gründlicher ärztlicher Untersuchung, die keinen konkreten Befund erbrachte, lautete die Diagnose: neurologische Ursache, vermutlich chronisch. Mit dieser Behinderung wollten wir Ulli nicht wieder in die „freie Wildbahn“ entlassen. Wir kannten eine Stelle für „betreutes Wohnen“ für Katzen. Wir wussten, dass sie dort ein großes, sicheres Freilaufgelände haben und insgesamt gut versorgt sein würde. Bis zu ihrer Übersiedlung dorthin musste Ulli eine Nacht in einem Käfig im Keller verbringen.

Und da geschah das Unglaubliche: Am nächsten Morgen war der Käfig leer, das Kellerfenster geöffnet und keine Ulli da. Das war ein Schreck! Das konnte doch einfach gar nicht sein! Ulli war völlig fremd hier, es war Winter und es lag Schnee. Auf Grund ihrer Behinderung war Ulli hilflos, sie kannte weder die Gegend noch die Stimmen der Menschen in ihrer Nähe. Aus Erfahrung wusste ich, dass eine entlaufene Katze in fremder Umgebung nicht einfach auf und davon ist – wenn man sie durch Futter zum Bleiben veranlasst. Ich ging davon aus, dass Ulli sich irgendwo im nahen Umkreis aufhält, versteckt vor den Menschen. Also postierte ich an verschiedenen Stellen, die mir für Katzen ideal schienen, verführerische Leckereien. Wenn ich am Waldrand den Weg zum Eselstall hinunterging, führte ich regelmäßig laute Selbstgespräche in der Hoffnung, dass die versteckte Ulli mich hört, sich an mich und meine Stimme gewöhnt und Zutrauen fasst.

Und siehe da, nach ca. 6 Wochen erblickte ich morgens bei der Fütterungsrunde, auf einem Steinhügel im Wald sitzend, durch einen Zaun vor mir geschützt und mich gespannt beobachtend – Ulli. Im ersten Moment hatte ich sie  gar nicht erkannt, nur das silberfarbene Köpfchen kam mir vertraut vor. Als ich dann ihr markant gestreiftes Fell sah, wusste ich, es konnte nur Ulli sein. Sie hatte also tatsächlich, um ihre Freiheit wiederzuerlangen, zuerst ihren Käfig geöffnet und dann den Hebel vom Kellerfenster umgelegt, so dass es sich öffnen ließ. Sofort war mir klar, Ulli würde bei uns bleiben, sie kannte sich ja bereits gut bei uns aus. Im Laufe der nächsten Tage gelang es mir, Ulli das nahe gelegene Strohhaus als Unterkunft schmackhaft zu machen. Dort lebt sie bis heute noch. Durch ein Fenster kann sie über eine Treppenleiter nach Belieben rein und raus. Sie hält sich, besonders im Sommer, gern im Freien auf. Es ist erstaunlich, wie geschickt sie sich trotz ihrer körperlichen Einschränkung bewegt. Inzwischen ist sie auch recht zutraulich, und bevor sie ihr Essen anrührt, verlangt sie Schmuseeinheiten.   

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